European Heritage Days

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den "European Heritage Days". Diese Aktion geht zurück auf eine Idee des französischen Kulturministers Jack Lang, der 1984 erstmals in Frankreich Denkmale der Öffentlichkeit zugänglich machte. Schon ein Jahr später griffen einige Länder diese Idee auf, die in der Folge immer mehr Anhänger fand. 1991 wurden die European Heritage Days vom Europarat unter seiner Schirmherrschaft initiiert und neun Länder, darunter auch Deutschland, nahmen daran teil. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals in Deutschland.

Von Anfang an ist der Grundgedanke der europaweiten Aktion, dass jährlich im September sonst nicht zugängliche Denkmale und historische Stätten kostenfrei für Besucher öffnen und/oder besondere Veranstaltungen am Denkmaltag stattfinden.
Die European Heritage Days möchten auf die Vielfalt des europäischen Kulturguts aufmerksam machen, das es einerseits zu schützen gilt und das andererseits Europa über die Ländergrenzen hinweg verbindet. Und so steht die Aktion seit 1999 unter dem Slogan "Europa, ein gemeinsames Erbe".

Mittlerweile findet jeweils im Herbst in allen 50 Ländern Europas ein Denkmaltag statt. Viele Länder stellen ihren Denkmaltag jedes Jahr unter ein wechselndes Motto. Eine Übersicht der Länderthemen und Termine stellt der Europarat auf seiner Seite zur Verfügung.

Auszüge aus dem europaweiten Programm bietet das European Heritage Days Portal.

Für 2015 wurde die Kampagne "Europäisches Jahr des Industriellen und Technischen Erbes" ins Leben gerufen, an der sich neben Deutschland über 30 Länder Europas beteiligen.




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