Rückblick 2013










      Der Tag des offenen Denkmals 2013
Rund 4 Millionen begeisterte Besucher nutzten bundesweit den Tag des offenen Denkmals am 8. September, um sonst meist nicht geöffnete Denkmale zu erkunden. Sie ließen sich entführen in die Lebenssituationen vergangener Jahrhunderte, von denen die historischen Gebäude und Plätze erzählen. Unter dem Motto "Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?" luden rund 7.500 historische Bauten, Parks, bewegliche Denkmale und archäologische Stätten zur Besichtigung ein.

Passend zum Jahresmotto gewannen die Kulturbegeisterten in einem spannenden Dialog mit Denkmalfachleuten und Eigentümern vor Ort Einblicke in die zentralen Fragestellungen und Aufgaben der Denkmalpflege und des Denkmalschutzes. Denkmaleigentümer und Fachleute erklärten, wie neue Nutzungskonzepte für ausgediente Industriebauten oder kirchliche Räume umgesetzt werden, und Archäologen und Denkmalsanierer erläuterten an konkreten Beispielen, auf welche Überraschungen und nicht selten auch Schwierigkeiten sie bei ihrer Arbeit stoßen. Bei Rundgängen und Präsentationen lenkten haupt- wie ehrenamtliche Denkmalschützer den Blick auf die Besonderheiten der Architektur verschiedener Epochen, angefangen vom Mittelalter bis hin zur Nachkriegsmoderne. Ausstellungen und Führungen in Gedenkstätten setzten sich mit der historisch unbequemen Seite des baulichen Erbes aus Kriegs- und Unrechtszeiten auseinander.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als bundesweite Koordinatorin der Aktion dankt allen Veranstaltern vor Ort für ihr großartiges Engagement, ohne das der enorme Erfolg des Denkmaltags nicht möglich wäre.

Bundesweite Eröffnungsveranstaltung
Ulrich Commerçon, Kulturminister des Saarlandes, eröffnete im Festsaal des Saarbrücker Schlosses bundesweit den Tag des offenen Denkmals 2013. Rund 8.000 Besucher konnten in Saarbrücken aus mehr als 30 geöffneten Baudenkmalen und Veranstaltungen ihr Kulturprogramm am Denkmaltag zusammenstellen. Geprägt von seiner montanindustriellen Geschichte, Kriegshinterlassenschaften wie dem Westwall und der Nachkriegsarchitektur bot Saarbrücken mit seinem Umland den passenden Rahmen, um die Bandbreite des Mottos "Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?" in vielen interessanten Objekten aufzuzeigen.

Deutsch-französischer Festakt
Auf dem St. Johanner Markt wurde die Idee des Denkmaltags, die sich seit 1984 von Frankreich aus bis heute in 50 Länder Europas verbreitet hat, gewürdigt. Unter dem Motto "1984 - 1993 - 2013: 30es Journées européennes du patrimoine - 20 Jahre Tag des offenen Denkmals" nahmen die französische Kulturministerin Aurélie Filippetti, die Bevollmächtigte der Bundesrepublik für die kulturelle deutsch-französische Zusammenarbeit Annegret Kramp-Karrenbauer und die Vorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz Dr. Rosemarie Wilcken am Festakt teil.

Das bundesweite Thema
1999 stand der Denkmaltag erstmals unter einem Motto. Ziel der Schwerpunktthemen ist es, den regionalen und lokalen Veranstaltern neue Impulse und Anregungen für die Gestaltung des Tags des offenen Denkmals zu geben. Alle Veranstalter sind aufgerufen, sich bei der Suche nach passenden Jahresthemen zu beteiligen und ihre Vorschläge an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zu senden.

Datum und Themen der vergangenen Jahre

2013 08. Sept. Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?
2012 09. Sept. Holz
2011 11. Sept. Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert
2010 12. Sept. Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr
2009 13. Sept. Historische Orte des Genusses
2008 14. Sept. Vergangenheit aufgedeckt - Archäologie und Bauforschung
2007 09. Sept. Orte der Einkehr und des Gebets - Historische Sakralbauten
2006 10. Sept. Rasen, Rosen und Rabatten - Historische Gärten und Parks
2005 11. Sept. Krieg und Frieden
2004 12. Sept. Wie läuft's? - Schwerpunktthema Wasser
2003 14. Sept. Geschichte hautnah: Wohnen im Baudenkmal
2002 08. Sept. Ein Denkmal steht selten allein: Straßen, Plätze und Ensembles
2001 09. Sept. Denkmal als Schule - Schule als Denkmal
2000 10. Sept. Alte Bauten - Neue Chancen
1999 12. Sept. Europa - ein gemeinsames Erbe

Öffentlichkeitsarbeit für den Denkmaltag
Durch die intensive bundesweite Pressearbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und die Aktivitäten der Veranstalter vor Ort erfährt der Denkmaltag in den Printmedien, im Rundfunk und im Internet eine gewaltige Resonanz. Das bundesweite Veranstaltungsprogramm bietet die Stiftung auf der Internetseite www.tag-des-offenen-denkmals.de/programm an, für Smartphonenutzer auch als kostenfreie mobile App. Alle Besucher und Veranstalter finden zudem auf Facebook eine Plattform zum Tag des offenen Denkmals. Die kostenfreie Bereitstellung von mehr als 500.000 Plakaten, Flyern und einer Extra-Ausgabe des Förderermagazins "Monumente" der Stiftung sorgen für eine breite öffentlichkeitswirksame Bekanntmachung des Tags des offenen Denkmals.

Jugend und Kulturerbe
Eine Handreichung für Schulen, die zur Vorbereitung des Aktionstags in der Schule anregt, soll dazu beitragen, junge Menschen an das Thema Denkmalschutz heranzuführen und sie für den Erhalt unseres kulturellen Erbes zu sensibilisieren. Schulen, die sich auch außerhalb des Tags des offenen Denkmals mit dem Thema Kulturerbe befassen möchten, können auch am Schulprogramm "denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz teilnehmen.
Mehr Infos: www.denkmal-aktiv.de


Album auf flickr besuchen Hier finden Sie eine kleine Fotogalerie zum Tag des offenen Denkmals 2013


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