Das war der Tag des offenen Denkmals® 2018!

Am Tag des offenen Denkmals öffneten am 9. September 2018 bundesweit rund 8.000 historische Bauten, Parks und archäologische Stätten ihre Türen für Kultur- und Geschichtsfans. Insgesamt rund 3,5 Millionen Besucher zählten die Veranstalter bei den Denkmalen und Themenführungen.

„Entdecken, was uns verbindet” hieß das Motto des Tags des offenen Denkmals in diesem Jahr und bezog sich damit explizit auf das Europäische Kulturerbejahr 2018. Das Motto zeigte, wie Denkmale Brücken schlagen zwischen Baustilen, Regionen, Kulturen und Menschen. Denn kein Denkmal steht allein: Die von den Erbauern verwendeten Baumaterialien, Techniken und Stile verbinden die verschiedenen Regionen und Gattungen. Rares Baumaterial wurde über weite Strecken verhandelt und reisende Handwerker brachten neues Know-how. Stilelemente anderer Länder und Epochen inspirierten Architekten zu neuen Baustilen, die nicht nur die repräsentativen, sondern bald auch die bürgerlichen Bauten prägten. Denkmale sind immer ein Spiegel ihrer Zeit – und damit auch der Offenheit einer Gesellschaft gegenüber neuen Einflüssen.

Eröffnungsveranstaltung in Köln

Schon im 25. Jahr fand Deutschlands größte Kulturveranstaltung statt und dies war Anlass, den Tag des offenen Denkmals gebührend zu feiern.

Der Gastgeber unserer Eröffnungsveranstaltung 2018 war Köln. Allein in der Domstadt am Rhein luden am Wochenende mehr als 150 Denkmale und 400 Führungen zum Besuch ein, rund 50.000 Besucher konnten hier bis Veranstaltungsende gezählt werden.

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, eröffnete den Tag des offenen Denkmals am Vormittag bei einem Festakt auf dem Alter Markt in Köln. Den Höhepunkt bildete das Fest auf dem Alter Markt. Gemeinsam mit vielen haupt- und ehrenamtlichen Denkmalpflegern aus der Region präsentierte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dort ihre vielfältige Arbeit von der Denkmalförderung über die Jugendbauhütten bis hin zu den ehrenamtlichen Ortskuratoren.

Laschet hob im Zusammenhang mit der Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements für den Denkmalschutz hervor, dass das Land NRW zuletzt beschlossen hat, die Mittel für die Denkmalpflege mehr als zu verdoppeln. Er sagte weiter: „Heimat ist nichts Abgrenzendes“, denn Beispiele wie die römische Wasserleitung in Köln und der Aachener Dom zeigten die weitreichenden europäischen Bezüge „dieses Abendlandes, das nie ein nationales, sondern immer ein europäisches war.“

„Auf das breite bürgerschaftliche Engagement dürfen wir in Deutschland besonders stolz sein“, betonte Prof. Dr. Jörg Haspel, Vorsitzender des Stiftungsrats der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. „Denkmale haben eine Botschaft aus der Vergangenheit für uns: Sie markieren den Weg für uns in die Zukunft. Uns über die Generationen und Grenzen hinweg als Treuhänder des kulturellen Erbes zwischen Vergangenheit und Zukunft, als Mittler zu begreifen – dazu haben wir im Europäischen Kulturerbejahr und im Jubiläumsjahr 2018 gute Gelegenheit.“

Ein ergänzendes Kulturprogramm bot an zwei Tagen allen Denkmalinteressierten weitere Einblicke und Austauschmöglichkeiten. Dazu zählten u. a. eine Podiumsdiskussion zu den Themen moderner Großstadtdenkmalpflege sowie ein Grundton D-Konzert des Deutschlandfunks in St. Maria im Kapitol mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.

In starker Partnerschaft

Die Zahlen zum Tag des offenen Denkmals bestätigen, was Austausch und Offenheit bewegen können: Das vielseitige und einzigartige bundesweite Programm lud Millionen Menschen ein, Denkmale und ihre Geschichten zu erleben. Wir danken allen Veranstaltern vor Ort wie den zahlreichen Initiativen, Landesdenkmalämtern und privaten Denkmaleigentümern für ihr Engagement!

 

Pressestimmen zum Tag des offenen Denkmals 2018

„Kein bisschen verstaubt“
Dresdner Wochenkurier, 5. September 2018
 
„…ein Feiertag für kulturinteressierte Menschen“
NRZ Neue Ruhr Zeitung, Essen, 6. September 2018
 
„Erkunden, bestaunen, verstehen“
Westfalenpost, 7. September 2018
 
„…ein Höhepunkt des diesjährigen Europäischen Kulturerbejahres 2018“
Focus Online, 9. August 2018
 
„Egal ob Antike, Mittelalter, Neuzeit oder Gegenwart, für jedes Interesse gab es die passende Veranstaltung.“
Donaupost, 10. September 2018
 
„Zauber der Vergangenheit fasziniert“
Südkurier, 10. September 2018