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Zentraler Punkt der Feierlichkeiten ist Münsters „gute Stube“ – der Prinzipalmarkt zwischen Rathaus und Lambertikirche mit seinen in den Nachkriegsjahren rekonstruierten Fassaden. Ein vielfältiges Bühnenprogramm und der beliebte Markt der Möglichkeiten laden dazu ein, viele Facetten der Denkmalpflege kennenzulernen.

AUS ALT WIRD NEU – WIRD ALT
Dass die Innenstadt Münsters größtenteils eine Neuschöpfung des 20. Jahrhunderts ist, fällt vielen auf den ersten Blick nicht auf. Im II. Weltkrieg wurde die Stadt fast vollständig zerstört – ein großer Verlust der städtischen Denkmallandschaft. Über den Entschluss, die Innenstadt in den Nachkriegsjahrzehnten zu rekonstruieren, wurde viel diskutiert. Heute lernt man diese Neuschöpfung wieder schätzen.

TALENT MONUMENT: HEUTE & MORGEN
Eine Vielzahl von Kirchtürmen zieren Münsters Skyline. Nicht umsonst etablierte sich das regionale Sprichwort: „Entweder regnet es in Münster, oder es läuten die Glocken. Geschieht beides gleichzeitig, ist Sonntag.“ Auch an jungen Denkmalen des 20. Jahrhunderts hat die Stadt einiges zu bieten: Vom Mittelalter bis zur (Post-)Moderne zeichnnet sich in Münster deutsche Architektur- und Kulturgeschichte ab.

ZWEI JUBILÄEN, EIN FEST
1993 wurde der Tag des offenen Denkmals zum ersten Mal bundesweit initiiert. In den letzten 30 Jahren ist er zum größten Kulturevent Deutschlands herangewachsen. In der geschichtsträchtigen Stadt Münster wurde 1648 der Westfälische Friede geschlossen, der den 30-jährigen Krieg beendete – und erlebt damit 2023 sein 375. Jubiläum. Gleich zwei gute Gründe, zusammen zu feiern!